Weiterbildung für Mediator*innen

Motivation für den Anlass

Durch unsere über 20-jährige Erfahrung in der Mediationsausbildung - verbunden mit unseren umfangreichen Erkenntnissen aus der Mediationspraxis - wurden wir immer wieder gefragt, was eine/n gute Mediator*in ausmacht. So wurde uns bewusst, dass die Haltung - im Sinne einer Geisteshaltung oder eines Geistbewusstseins - der mit Abstand bedeutendste Erfolgsfaktor ist.
Während sich Gesprächstechniken und Interventionsmethoden didaktisch gut demonstrieren und insofern direkt vermitteln lassen, ist das Einüben einer mediativen Haltung deutlich anspruchsvoller. Wir selbst haben diese Haltung in jahrzehntelanger Meditationserfahrung und Selbstreflexion gestärkt und konnten erkennen, dass Mediation und Meditation nicht nur vom Wortstamm her zum Verwechseln ähnlich sind, sondern in ihrem Kern wesensverwandt sind.
Zwei Workshop-Reihen zum Thema „Mediate and Meditate“ mit Thomas Hübl (spiritueller Lehrer aus Israel und Deutschland) und William Ury (International agierender Mediator und Autor) haben uns sehr motiviert in unserem Anliegen, die „3.Seite“ (Geisteshaltung) im Konflikt-Tranformationsprozess tiefer und präziser zu erforschen.
Bei unserem ersten Workshop zu diesem Thema im August 2020 haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden sehr gute und erkenntnisreiche Erfahrungen gemacht. Die Resonanz hat uns bestärkt, diesen Weg fortzusetzen.
Die momentanen gesellschaftlichen, globalen und politischen Entwicklungen inspirieren uns, das Thema kollektiver Konflikt- und Trauma-Strukturen noch tiefer anzuschauen: Was sind die treibenden individuellen und kollektiven Kräfte, welche unser gesellschaftliches Handeln bestimmen? Wie verhindern Gefühle wie Angst, Schuld und Scham, dass wir auf globale Herausforderungen verantwortlich reagieren können? Wie können wir als Mediator*innen einen Beitrag dazu leisten, herausfordernde gesellschaftliche Themen auf konstruktive Weise besprechbar zu machen?
Wie können wir als Mediator*innen eine Brücke zwischen der äußeren und unserer inneren Welt bauen, um ein Bewusstsein zu entwickeln, das die Komplexität der Situation, in der sich die konfliktbeteiligten Personen physisch, mental und emotional bewegen, angemessen und achtsam erfasst?
Wir möchten auch in diesem Workshop wieder Impulse geben und passende Übungen praktizieren, welche uns als Mediator*innen unterstützen, unser Potenzial zu stärken, um es in einem Konfliktklärungsprozess für alle Beteiligten unterstützend, klärend und transformativ zu einzubringen.
Wir freuen uns sehr, diesen kreativen Prozess mit Mediator*innen zu gestalten und dabei den eigenen inneren Raum der Weisheit und des Wissens einzurichten und ihn zu halten.


>> Kurs-Anmeldung <<

>> Download Flyer <<